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Erntezeit im Lesachtal

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Es sind lauter Marktstände aufgebaut entlang der Straße in Maria Luggau. Musik spielt. Was bedeutet das? Ein Blick auf dem Kalender erklärt: 18.Oktober. der Namenstag des heiligen Lukas. Bis dahin sollte unser Flachs gezogen sein. Doch er ist dieses Jahr noch nicht ganz ausgereift. Es gab diesen Sommer zu wenig Sonnenstunden. Ob sich die Kapseln noch braun färben und wir Leinsamen gewinnen können? Wahrscheinlich wird es knapp. Auch das angebaute Getreide ist diese Saison in unserer Höhenlage leider nicht wirklich ausgereift.

Früher -als man auf die Ernte noch mehr angewiesen war- wäre dies eine Katastrophe gewesen ohne Ernte/ Vorrat in den Winter zu gehen. Zumal es eine Bauernregel gibt:
„Ist Sankt Lukas mild und warm, folgt ein Winter, dass Gott erbarm.“

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Lesachtaler Flachs | Trickfilm

TRICKFILM: Dem Flachs auf der Spur
Rituale und Bräuche im Jahreslauf

Zeichnungen
KLAMMER Verena
LADSTÄTTER Manuel
NASCHENWENG Chiara
SEIWALD Raphael
UMFAHRER Leonie
WINKLER Dominik
WURZER Karin Dipl.Päd.

SprecherIn
OBERLUGGAUER Claudia
TIEFENBACHER Samuel

Musik
Trachtenkapelle Liesing
Produktion
Kärntner Medienzentrum | Rauter Johann
Spittal an der Drau, April 2014

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Wir haben noch nie einen Trickfilm gemacht, deshalb war es sehr spannend. Es war interessant, lustig und aufregend. Probleme hatte ich dabei keine, aber es war wirklich schwer die Figuren für den Trickfilm zu zeichnen. Das Endergebnis, der Trickfilm gefällt mir sehr gut.
Leonie Umfahrer

Es war sehr schwierig den Trickfilm im Gesamten zu Malen, doch es hat Spaß gemacht mit den vielen verschiedenen Farben zu malen. Es war auch lustig, so viel Neues zu lernen über die Bräuche im Lesachtal zum Flachs. Das war spannend dann zu zeichnen. Was sicher schwer war, war das Vertonen. Beim Malen war es schwer, die Figuren zu zeichnen.  Mir gefällt unser Film sehr, sehr gut.
Chiara Naschenweng

Wir sind in das Medienzentrum nach Spital gefahren. Dort haben wir den Trickfilm vertont. Das Sprechen war einfach für mich. Wir haben es nicht oft durchmachen müssen. Ich habe mir den Flachstext zwei- dreimal durchgelesen. Und dann ist es tadellos gegangen. Ich finde, der Film ist eine gute Arbeit!!!
Samuel

Die Zeichentrickfilmherstellung war spannend und lustig. Wir haben uns überlegt, was wir von den Geschichten aus den Interviews zeichnen wollen, das Zeichnen war schwierig, die Musik dazu paßt sehr gut. Insgesamt ist das Projekt sehr schön und ich lerne viel Neues über das Lesachtal hier.
Verena

Die Hintergründe zu zeichnen fand ich schwer beim Trickfilm. Es ist unsere Landschaft vom Lesachtal, die wir gezeichnet haben. Da im Vordergrund spielten dann die Geschichten vom Flachs. Die Bräuche haben wir von meiner Oma gehört und dann gezeichnet. Und dann kamen die Sprecher und die Musik dazu. Wir machen ganz viele spannende Sachen zum Flachs.
Dominik

Zwischenrückblicke – was gefällt mir besonders im Projekt?

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Am Anfang wußte ich nichts über Flachs, gar nichts. Und jetzt bin ich Profi. Ich weiß von den Bräuchen, vom Anbau, vom Leinen und, und ,und. Es ist sehr gut erzählt und gemacht. Von Hermagor sind die großen Schüler auch bei uns im Projekt dabei. Wir lernen gemeinsam. Aber die Maturanten unterrichten uns sogar auch und machen ihre Maturaarbeit zum Projekt. Es ist sehr nett und es gibt viel zu erfahren zum Thema und das Lesachtal, es ist nicht wie Schule sonst, es ist mit viel mehr Abwechslung.
Selina

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Das gemeinsame Erstellen des Flachs-Rap war toll. Es gab eine Rapmelodie und den Text zum Flachs. Da kommt alles zum Flachs vor.Wir haben drei Tage geprobt und dann den Rap in der Schule und bei der Eröffnung des Klostergartens für alle aufgeführt. Der Rap ist auch im internet zu hören und sehen.
Victoria

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Was mir besonders gefallen hat: der Ausflug nach Eberndorf zur Dämmstofffabrik, das Saatgut ausbringen, das Brecheln, das Krageln, die Interviews führen, das Jäten, das Flachs ziehen, das Flachs trocknen, das Samen ausschlagen, das Hacheln, der Internetblog, die Buttons machen. Wir haben viel selbst ausprobiert. Das gefällt mir. Viel Praktisches.
Andreas

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Das Krageln war besonders lustig. Weil mir mit dem grobgebrechelten Büscheln vom Flachs den Buben im Nacken gekrakelt haben. Das haben die Frauen früher getan, wenn die Buben sie heimlich belauscht haben an der Brechlstube. Das war interessant zu hören. Die Frauen haben dann gesagt, `Mi hobm oda Geld zahln`. Dann haben sich die Bubn entscheiden müssen: Entweder das Mädchen heiraten oder Geld bezahlen. Wir haben viele solche Geschichten erfahren bei der Brechlstube und bei den Interviews. Das ist spannend.
Anna-F.

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Es hat mir alles sehr gefallen bisher: die Pantomine, die interviews, das Brecheln, das Backen der Flachswickel, den Flachs-Rap, das Saatguttüten machen, die Wandzeitung, der Blog, das Anbauen vom Flachs. Sehr schön fand ich das Bauen der Leinwände. Zuerst haben wir einen Holzrahmen gebaut, dann mit unserem Leinen bespannt. Und dann grundiert. Nachher haben wir dann uns Motive zum Flachs ausgedacht und sie mit Leinölfarben darauf gezeichnet. Das Bild hängt jetzt in meinem Zimmer zuhause. Das war sehr schön.
Anna-M.

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Wir waren in Eberndorf. Dort war ein Flachsbauer, der alles verarbeitet vom Flachs. Der Bauer hat alle Flachsmaschinen selber gebaut: Eine Ölpresse und eine Maschine für Damm-Material aus Flachs. Wir durften Kostproben vom Leinöl nehmen.
Simon

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Wir haben den Flachs im Klostergarten in Maria Luggau ausgesaat und dann im September geerntet, in Bündeln gebunden und getrocknet. Nach einem Monat war der Flachs trocken. Und die Verarbeitung geht los. Jetzt wissen wir wie das alles geht und kennen uns aus.Das Leinölpressen fand ich auch sehr interessant. Und unseren eigenen Flachs-Rap machen. Die Interviews mit den alten Menschen führen. Fragen stellen zu können, war sehr spannend.
Johannes

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Mir hat sehr gut das Herstellen von Leinentaschen gefallen. Von Zuhause haben wir Leinenballen mitgebracht. Grobes und feines von den Großeltern. Und dann haben wir mit Leinölfarben Flachsblüten draufgemalt. Dann wurden sie genäht, gewaschen, gebügelt und getrocknet. Wir konnten sie mit nach Hause nehmen.Sie sind so schön geworden.
Nicole

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Am besten hat mir im Flachsprojekt das Brecheln vom Flachs gefallen. Aber vieles andere auch. Eigentlich alles. Beim Brecheln wurde die Brechlstube eingeheizt, wir Buben haben Holz nachgelegt. In der Brechlstube wurde es ganz warm. Dort hat es keine Fenster. Die Wände sind schwarz vor Russ. Wenn wir die Wände angegriffen haben, wurden wir auch schwarz. Das Flachs aus der Brechlstube haben wir draußen gebrechelt. Aber wir haben trotzdem sehr geschwitzt, weil es anstrendend war. Früher haben das nur Frauen gemacht das Brecheln. Den Flachs-Rap fand ich toll. Und das Flachs ziehen bei der Ernte und zusammen bündeln. Später durften wir Buben dann die Kapseln mit einem Ploil ausschlagen. Die Samen sind auf einer Folie gelandet. Wir haben sie dann mit einem Sieb gereinigt. Wir wissen jetzt wie das alles geht. Das ist spannend.
Gernot

 

 

Flachs „bloien“

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Nachdem das „Hoor“ nun einige Wochen getrocknet war, schlugen Simon Guggenberger, Gernot Lanzinger, Andreas Oitzinger, Johannes Rauter und Mario Unterüberbacher die Leinsamen aus den Kapseln. Auf einem Holzstock mit einer „Pleule“ haben sie die Kapseln zerschlagen. Der Leinsamen fiel auf den Boden, wo eine Folie ausgelegt war. Die große Spreu wurde dann mit einem Sieb abgesondert.

Fotos | Guggenberger Hans

Vom Flachs

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Die Abschlussarbeit von Luisa Thurner, HLW Hermagor, gibt Einblicke in die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten von Flachs.

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Rückblicke

Flachsworkshop im April 2013 am Bildungszentrum Lesachtal

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Fotos | Layout | Andrea SIEBER

Hier gibt es den Schnittbogen für die Samentüte:

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