Hoor

Flachsaussaat im Klostergarten Maria Luggau

Flachsaaussaat 2014

Wir kennen uns nun ja schon prima aus mit der Flachsaussaat. Dieses Jahr ging es schon viel leichter. Zuerst haben wir das Feld von Beikraut entfernt, dann die Leinsaat in Schalen gefüllt und regelmäßig von Hand ausgestreut. Abschließend wurde die Saat eingerecht und das Schild mit Linum am Beetrand gefestigt. Es hat Spaß gemacht und zum Abschluß haben wir uns mit Kuchen und Getränken gestärkt.

Fotos | Andrea Sieber

Advertisements

Lesachtaler Flachs | Trickfilm

TRICKFILM: Dem Flachs auf der Spur
Rituale und Bräuche im Jahreslauf

Zeichnungen
KLAMMER Verena
LADSTÄTTER Manuel
NASCHENWENG Chiara
SEIWALD Raphael
UMFAHRER Leonie
WINKLER Dominik
WURZER Karin Dipl.Päd.

SprecherIn
OBERLUGGAUER Claudia
TIEFENBACHER Samuel

Musik
Trachtenkapelle Liesing
Produktion
Kärntner Medienzentrum | Rauter Johann
Spittal an der Drau, April 2014

—————————————————–

 

Wir haben noch nie einen Trickfilm gemacht, deshalb war es sehr spannend. Es war interessant, lustig und aufregend. Probleme hatte ich dabei keine, aber es war wirklich schwer die Figuren für den Trickfilm zu zeichnen. Das Endergebnis, der Trickfilm gefällt mir sehr gut.
Leonie Umfahrer

Es war sehr schwierig den Trickfilm im Gesamten zu Malen, doch es hat Spaß gemacht mit den vielen verschiedenen Farben zu malen. Es war auch lustig, so viel Neues zu lernen über die Bräuche im Lesachtal zum Flachs. Das war spannend dann zu zeichnen. Was sicher schwer war, war das Vertonen. Beim Malen war es schwer, die Figuren zu zeichnen.  Mir gefällt unser Film sehr, sehr gut.
Chiara Naschenweng

Wir sind in das Medienzentrum nach Spital gefahren. Dort haben wir den Trickfilm vertont. Das Sprechen war einfach für mich. Wir haben es nicht oft durchmachen müssen. Ich habe mir den Flachstext zwei- dreimal durchgelesen. Und dann ist es tadellos gegangen. Ich finde, der Film ist eine gute Arbeit!!!
Samuel

Die Zeichentrickfilmherstellung war spannend und lustig. Wir haben uns überlegt, was wir von den Geschichten aus den Interviews zeichnen wollen, das Zeichnen war schwierig, die Musik dazu paßt sehr gut. Insgesamt ist das Projekt sehr schön und ich lerne viel Neues über das Lesachtal hier.
Verena

Die Hintergründe zu zeichnen fand ich schwer beim Trickfilm. Es ist unsere Landschaft vom Lesachtal, die wir gezeichnet haben. Da im Vordergrund spielten dann die Geschichten vom Flachs. Die Bräuche haben wir von meiner Oma gehört und dann gezeichnet. Und dann kamen die Sprecher und die Musik dazu. Wir machen ganz viele spannende Sachen zum Flachs.
Dominik

Smartphone-Applikation ´Auf den Spuren des Flachs`

Facharbeit im Fach ´Kulturtouristik und Projektmanagement `
von Lisa Maria Guggenberger und Ferdinand Stadlober, HLW Hermagor, 5.Klasse

Als wir vor einiger Zeit von unserer Professorin Mag.a Gabriele Waysocher zu uns gekommen ist, um uns vom Flachsprojekt „Auf den Spuren des Flachs“ erzählte, konnten wir uns darunter nicht viel vorstellen.

Dass Leinenstoff aus Flachs hergestellt wird, hatten wir zwar im Hinterkopf, was dieser Themenkreis mit unserer Heimat dem Lesachtal zu tun hat, war uns aber noch nicht klar. Geschweige denn, dass diese Pflanze auch im Lesachtal angebaut wurde.

Nun, mehr als ein Jahr später, haben wir die fertige Fachbereichsarbeit im Fach „Kulturtouristik und Projektmanagement“ hier in Händen. Der Unterschied zu einer normalen Facharbeit liegt daran, dass wir hier durch die Erstellung einer Applikation einen Mehrwert für die Region, das Lesachtal, geschaffen haben. Auch, dass eine alte Flachssorte rekultiviert werden konnte,  ist nennenswert. Die App startet am Bauernladen Maria Luggau, führt in den Klostergarten (Flachsanbau) und dann von dort durch den Mühlenweg (Mühlenmuseum mit Leinölpresse) bis zur Brechlstube.  Informationen zur alten Kulturpflanze Flachs und dem Anbau und der Verarbeitung im Lesachtal werden witzig und fachkompetent gegeben. Zur Verdeutlichung sind Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews und der Trickfilm der Neuen Mittelschule Lesachtal zu den Bräuchen rund um den Flachs im Lesachtal eingespielt.

Die Erstellung der Applikation bewältigten wir mit Hilfe einiger Personen. Allen voran ein herzliches Vergelt´s Gott an unsere Projektbetreuerin Frau Mag.a  Waysocher, der wir viele Stunden Zeit und einiges an Nerven raubten. Ein weiterer großer Dank gilt Frau Dipl. Ing. Andrea Sieber MA MA, die als Projektkoordinatorin den Überblick über das Projekt behielt und uns während der gesamten Gestaltungszeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Für die zur Verfügung Stellung von Informationen danken wir Frau  Brigitte Lugger vom Kultur und Mühlenverein Maria Luggau, Frau Mag.a Simone Matouch von der Kräuterwerkstatt Lesachtal und Herrn Bgm. Franz Guggenberger. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Hans Guggenberger, der als Projektverantwortlicher im Bildungszentrum Lesachtal alle Beteiligten mit der richtigen Portion Motivation versorgte und auch immer ein offenes Ohr für uns hatte.

Wir stellen unsere  App  am Mittwoch, dem 11. Juni, 19:00 im Bildungszentrum Lesachtal im Ensembleraum allen Interessierten vor.  Der Flachs-(R) App der 3.Klassen des Bildungszentrum Lesachtals wird dabei ebenfalls aufgeführt.

App  etit bekommen? Dann hinkommen!

as_lisa_ferdl

 

Zwischenrückblicke – was gefällt mir besonders im Projekt?

eranger_bz_lesachtal_flachsblog_er_kg_8293_1200_34

Am Anfang wußte ich nichts über Flachs, gar nichts. Und jetzt bin ich Profi. Ich weiß von den Bräuchen, vom Anbau, vom Leinen und, und ,und. Es ist sehr gut erzählt und gemacht. Von Hermagor sind die großen Schüler auch bei uns im Projekt dabei. Wir lernen gemeinsam. Aber die Maturanten unterrichten uns sogar auch und machen ihre Maturaarbeit zum Projekt. Es ist sehr nett und es gibt viel zu erfahren zum Thema und das Lesachtal, es ist nicht wie Schule sonst, es ist mit viel mehr Abwechslung.
Selina

eranger_bz_lesachtal_flachsblog_er_kg_8293_1200_64
Das gemeinsame Erstellen des Flachs-Rap war toll. Es gab eine Rapmelodie und den Text zum Flachs. Da kommt alles zum Flachs vor.Wir haben drei Tage geprobt und dann den Rap in der Schule und bei der Eröffnung des Klostergartens für alle aufgeführt. Der Rap ist auch im internet zu hören und sehen.
Victoria

flachsblog_ea_pressen19

Was mir besonders gefallen hat: der Ausflug nach Eberndorf zur Dämmstofffabrik, das Saatgut ausbringen, das Brecheln, das Krageln, die Interviews führen, das Jäten, das Flachs ziehen, das Flachs trocknen, das Samen ausschlagen, das Hacheln, der Internetblog, die Buttons machen. Wir haben viel selbst ausprobiert. Das gefällt mir. Viel Praktisches.
Andreas

flachsblog_guha_brecheln10

Das Krageln war besonders lustig. Weil mir mit dem grobgebrechelten Büscheln vom Flachs den Buben im Nacken gekrakelt haben. Das haben die Frauen früher getan, wenn die Buben sie heimlich belauscht haben an der Brechlstube. Das war interessant zu hören. Die Frauen haben dann gesagt, `Mi hobm oda Geld zahln`. Dann haben sich die Bubn entscheiden müssen: Entweder das Mädchen heiraten oder Geld bezahlen. Wir haben viele solche Geschichten erfahren bei der Brechlstube und bei den Interviews. Das ist spannend.
Anna-F.

flachsblog_as_wickel151

Es hat mir alles sehr gefallen bisher: die Pantomine, die interviews, das Brecheln, das Backen der Flachswickel, den Flachs-Rap, das Saatguttüten machen, die Wandzeitung, der Blog, das Anbauen vom Flachs. Sehr schön fand ich das Bauen der Leinwände. Zuerst haben wir einen Holzrahmen gebaut, dann mit unserem Leinen bespannt. Und dann grundiert. Nachher haben wir dann uns Motive zum Flachs ausgedacht und sie mit Leinölfarben darauf gezeichnet. Das Bild hängt jetzt in meinem Zimmer zuhause. Das war sehr schön.
Anna-M.

flachsblog_ea_pressen22

Wir waren in Eberndorf. Dort war ein Flachsbauer, der alles verarbeitet vom Flachs. Der Bauer hat alle Flachsmaschinen selber gebaut: Eine Ölpresse und eine Maschine für Damm-Material aus Flachs. Wir durften Kostproben vom Leinöl nehmen.
Simon

flachsblog_guha_saen09

Wir haben den Flachs im Klostergarten in Maria Luggau ausgesaat und dann im September geerntet, in Bündeln gebunden und getrocknet. Nach einem Monat war der Flachs trocken. Und die Verarbeitung geht los. Jetzt wissen wir wie das alles geht und kennen uns aus.Das Leinölpressen fand ich auch sehr interessant. Und unseren eigenen Flachs-Rap machen. Die Interviews mit den alten Menschen führen. Fragen stellen zu können, war sehr spannend.
Johannes

Mai4

Mir hat sehr gut das Herstellen von Leinentaschen gefallen. Von Zuhause haben wir Leinenballen mitgebracht. Grobes und feines von den Großeltern. Und dann haben wir mit Leinölfarben Flachsblüten draufgemalt. Dann wurden sie genäht, gewaschen, gebügelt und getrocknet. Wir konnten sie mit nach Hause nehmen.Sie sind so schön geworden.
Nicole

flachsblog_guha_brecheln16

Am besten hat mir im Flachsprojekt das Brecheln vom Flachs gefallen. Aber vieles andere auch. Eigentlich alles. Beim Brecheln wurde die Brechlstube eingeheizt, wir Buben haben Holz nachgelegt. In der Brechlstube wurde es ganz warm. Dort hat es keine Fenster. Die Wände sind schwarz vor Russ. Wenn wir die Wände angegriffen haben, wurden wir auch schwarz. Das Flachs aus der Brechlstube haben wir draußen gebrechelt. Aber wir haben trotzdem sehr geschwitzt, weil es anstrendend war. Früher haben das nur Frauen gemacht das Brecheln. Den Flachs-Rap fand ich toll. Und das Flachs ziehen bei der Ernte und zusammen bündeln. Später durften wir Buben dann die Kapseln mit einem Ploil ausschlagen. Die Samen sind auf einer Folie gelandet. Wir haben sie dann mit einem Sieb gereinigt. Wir wissen jetzt wie das alles geht. Das ist spannend.
Gernot

 

 

Flachs trocknen

flachsblog_as_trocknen

Auf der Wiese von Leopold Lugger in Maria Luggau ist jetzt ein Teil unseres geernteten Flachs zum Trocknen ausgebreitet. Im kommenden Winter wollen wir ihn dann an der Brechlstube brechln.

Klostergarten Maria Luggau | Einladung zur Eröffnung

lesachtalerflachs_festprogramm

Feierliche Eröffnung der historischen Gartenanlage am Freitag, 13. September 2013 ab 14.30 Uhr.

Wir freuen uns auf Ihre Kommen!

Zwischenbilanz

ltal_flein02_800

Nicole Unterguggenberger:
Ich habe Flachs in einem Blumentopf und im Garten gesät. Bis jetzt ist er erst einen knappen cm groß. Das Beobachten von Tag zu Tag ist spannend. Das Interessante ist, dass der Flachs, den ich im Garten gesät habe gleich schnell wächst, wie der im Blumentopf.

Gernot Lanzinger:
Mein Flachs den ich gesät habe blüht schon, ich habe ihn auf der Fensterbank in meinem Zimmer.

Tamara Oitzinger:
Unser Flachs ist ungefähr 3 cm hoch. Wir haben ihn in einem eigenen Beet im Garten.

Victoria Engeler:
Wir haben den Flachs erst vor ein paar Tagen gesät. Da werde ich wohl noch ein bisschen warten müssen, bis man die ersten Pflanzen sieht.

Mario Unterüberbacher:
Mein „Hoor“ so sagt man im Lesachtal ist schon 3 cm hoch. Ich habe ihn vor einem Monat gesät.

Lena Seiwald:
Mein Flachs wächst in einem Blumentopf und ist schon 5 cm hoch.