Gabriele Waysocher

Vom Flachs zum Leinenprodukt

Einblicke in die Fachspezifische Maturaarbeit von Julia Franz  und Mona-Lisa Pfaffenberger

Warum wir speziell dieses Thema gewählt haben?  Wir haben an dem Sparkling Science Projekt „Dem Flachs auf der Spur“ teilgenommen haben. Dabei waren wir uns einige Male im Bildungszentrum in St. Lorenzen im Lesachtal – bei den sogenannten Projekttagen. Unser Wissen wurde durch Interviews mit Zeitzeugen und kreativen Arbeitensehr bereichert. Darüber hinaus sind wir sehr froh, dass wir viele neue Leute kennenlernen durften und auch mit ihnen zusammen arbeiten konnten. Auch die Arbeit mit den Hauptschülern hat uns eine neue Sichtweise für eine funktionierende Teamarbeit gezeigt.

Die Projekttage im Lesachtal waren sehr abwechslungsreich und es hat uns sehr viel Spaß gemacht.Für diese bereichernden Erfahrungen möchten wir uns bei den Organisatoren, Herrn Univ.-Prof. Dr. Gerhard Strohmeier und Frau Dipl. Ing. Andrea Sieber MA MA, sowie den Mitwirkenden dieses Projektes, Herrn Hans Guggenberger, verantwortlicher Lehrer am Bildungszentrum Lesachtal und den Zeitzeugen, recht herzlich bedanken.Frau Prof. Mag. Gabriele Waysocher war uns von der schulischen Seite stets eine große Hilfe. Dafür danken wir ihr sehr. Wir möchten uns auch bei unseren Interview-Partnern, Herrn Adolf Niedermüller und Frau Maria Niedermüller, bedanken, die uns mit ihrem Wissen und Erfahrungen einen großen Einblick in das Thema Flachs und seine Verarbeitung geben konnten.

Zeitzeugen. Im Rahmen des Sparkling Science Projekts „Dem Flachs auf der Spur“ haben wir im Lesachtal gemeinsam mit Schülern des Bildungszentrums Lesachtal Zeitzeugen interviewt und bei der Aussaat des Flachses geholfen. Außerdem besuchten wir gemeinsam eine Ölmühle, Brechlhütte… Dabei hatten wir nur positive Erlebnisse. Das Arbeiten mit den Hauptschülern während der Projekttage war sehr interessant. Es war toll zu sehen, welch kreative Ideen die Jungen und Mädchen mit ins Projekt einbrachten. Die unterschiedlichen Ansichtspunkte zwischen den Kindern und uns Jugendlichen war eine tolle Erfahrung. Am besten gefielen uns die Interviews mit den Zeitzeugen aus dem Lesachtal. Hierbei bekamen wir nicht nur Informationen über den Flachs, sondern auch über die allgemeine Lebenshaltung, die man früher hatte. Besonders gefallen haben uns die lustigen Geschichten, Bräuche und wie damals die Jugendzeit verbracht wurde. Positiv beeindruckt hat uns das Engagement der Zeitzeugen.

Auch das Ausprobieren der Verarbeitungsschritte des Flachses war eine tolle und sehr informative Erfahrung. Im Großen und Ganzen, haben wir in den vergangenen zweieinhalb Projektjahren sehr viel Neues gelernt und auch eine
Menge neuer Eindrücke sammeln können.

Und unser Wissen haben wir nun –nach der erfolgreichen Matura- noch den SchülerInnen  der 1. Klassen der HLW Hermagor in einem Workshop zum Stoff vermittelt.

:: Hier ein Auszug aus unserer Facharbeit:   FBA Leinen  [PDF 1 MB]

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Mit dem Smartphone auf den Spuren des Flachs – so cool

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Am 11.6. 2014 fand unsere ´Landscape and You-th`-Veranstaltung im Ensembleraum des Bildungszentrums Lesachtal statt.

Bei der Präsentation ging es um verschiedene Inwertsetzungen des Sparkling-Science Projektes „Dem Flachs auf der Spur“. Neben der Präsentation des Trickfilmes und der Aufführung des Brechel-Raps der beiden dritten Klassen der NMS stand vor allem die Präsentation der von uns  eigens programmierten Smartphone-Applikation im Mittelpunkt. Für die Programmierung danken wir Peter Waysocher von der HTL-Villach, der das Grundgerüst für dieses Programm „baute“. Die Inhalte zur App lieferten wir im Rahmen unserer Fachbereichsarbeit im Fach Kulturtouristik und Projektmanagement an der HLW-Hermagor.

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Über 100 Besucher staunten nicht schlecht, als sie viele neue Dinge über den Flachs hörten. Von den einzelnen Bräuchen angefangen, über die vielen Arbeitsschritte bis hin zu den fertigen Produkten wurde alles behandelt. Sie waren sehr begeistert und wir bekamen viele wertschätzende Rückmeldungen.

Die Ortsmusikschule Kötschach-Mauthen/Lesachtal umrahmte den Abend musikalisch.

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Den Abschluss des Abends bildete die Eröffnung eines liebevoll gestalteten Buffets. An dieser Stelle ein herzliches Vergelt´s Gott  an unsere Eltern, die dieses Buffet zubereiteten.

Sinn dieser Veranstaltung war es, den LesachtalerInnen das Thema „Flachs“ – Anbau und -verarbeitung, näher zu bringen. Wir waren aufgeregt, aber alles hat prima geklappt. Und alle waren mit großer Freude und Engagement dabei.

Im Großen und Ganzen war es eine gelungene Veranstaltung, bei der für jeden etwas dabei war und wir  freuten uns, den ZuhörerInnen etwas Neues über das Lesachtal vermitteln zu können.

Ein Rückblick von Lisa-Maria Guggenberger, Ferdinand Stadlober

Öffentliche Projekt-Zwischenpräsentation am 11.06.2014

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Smartphone-Applikation ´Auf den Spuren des Flachs`

Facharbeit im Fach ´Kulturtouristik und Projektmanagement `
von Lisa Maria Guggenberger und Ferdinand Stadlober, HLW Hermagor, 5.Klasse

Als wir vor einiger Zeit von unserer Professorin Mag.a Gabriele Waysocher zu uns gekommen ist, um uns vom Flachsprojekt „Auf den Spuren des Flachs“ erzählte, konnten wir uns darunter nicht viel vorstellen.

Dass Leinenstoff aus Flachs hergestellt wird, hatten wir zwar im Hinterkopf, was dieser Themenkreis mit unserer Heimat dem Lesachtal zu tun hat, war uns aber noch nicht klar. Geschweige denn, dass diese Pflanze auch im Lesachtal angebaut wurde.

Nun, mehr als ein Jahr später, haben wir die fertige Fachbereichsarbeit im Fach „Kulturtouristik und Projektmanagement“ hier in Händen. Der Unterschied zu einer normalen Facharbeit liegt daran, dass wir hier durch die Erstellung einer Applikation einen Mehrwert für die Region, das Lesachtal, geschaffen haben. Auch, dass eine alte Flachssorte rekultiviert werden konnte,  ist nennenswert. Die App startet am Bauernladen Maria Luggau, führt in den Klostergarten (Flachsanbau) und dann von dort durch den Mühlenweg (Mühlenmuseum mit Leinölpresse) bis zur Brechlstube.  Informationen zur alten Kulturpflanze Flachs und dem Anbau und der Verarbeitung im Lesachtal werden witzig und fachkompetent gegeben. Zur Verdeutlichung sind Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews und der Trickfilm der Neuen Mittelschule Lesachtal zu den Bräuchen rund um den Flachs im Lesachtal eingespielt.

Die Erstellung der Applikation bewältigten wir mit Hilfe einiger Personen. Allen voran ein herzliches Vergelt´s Gott an unsere Projektbetreuerin Frau Mag.a  Waysocher, der wir viele Stunden Zeit und einiges an Nerven raubten. Ein weiterer großer Dank gilt Frau Dipl. Ing. Andrea Sieber MA MA, die als Projektkoordinatorin den Überblick über das Projekt behielt und uns während der gesamten Gestaltungszeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Für die zur Verfügung Stellung von Informationen danken wir Frau  Brigitte Lugger vom Kultur und Mühlenverein Maria Luggau, Frau Mag.a Simone Matouch von der Kräuterwerkstatt Lesachtal und Herrn Bgm. Franz Guggenberger. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Hans Guggenberger, der als Projektverantwortlicher im Bildungszentrum Lesachtal alle Beteiligten mit der richtigen Portion Motivation versorgte und auch immer ein offenes Ohr für uns hatte.

Wir stellen unsere  App  am Mittwoch, dem 11. Juni, 19:00 im Bildungszentrum Lesachtal im Ensembleraum allen Interessierten vor.  Der Flachs-(R) App der 3.Klassen des Bildungszentrum Lesachtals wird dabei ebenfalls aufgeführt.

App  etit bekommen? Dann hinkommen!

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Ausgezeichnetes Projekt

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Der Fachbeirat „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ der Österreichischen UNESCO-Kommission hat  unser Projekt „Landscape and You-th. Eine Spurensuche zum Flachs“ für die Auszeichnung als Dekadenprojekt 2014 vorgeschlagen.

Die Festveranstaltung wird am 16. Mai 2014 in Linz stattfinden. Wir freuen uns sehr über die Auszeichnung.

 

Leinölpressen

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Gemeinsam sind wir vom Lesachtal mit dem Reisebus zu einer Leinölexkursion aufgebrochen. Beide 3. Klassen waren dabei und sogar weitere Interessierte wie Dominiks Oma. In Hermagor sind unsere Projektpartner der HLW zugestiegen und dann ging es nach Eberndorf zum Biohof Hudl. Mit dabei war unser selbstangebauter Leinsamen, den wir bei Herrn Hudl pressen wollten. Ebenso haben wir ein Teil unseres Flachsstrohes mitgenommen, damit wir es zu Dämmaterial für Häuser dort verarbeiten können.

Herr Hudl hat den Prozess der Ölpressung genaustens erklärt und wir haben verschiedene Öle gekostet.

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Dann ging es in seine Scheune, wo eine riesige Verarbeitungsmaschine zur Dämmstoffherstellung steht. Diese haben wir in Betrieb gesehen. Das Endprodukt ist fein aufgespleisstes Fasermaterial, welches zum Dämmen verwendet wird. Es war spannend alles zu sehen.

KONTAKTADRESSE
Gottfried Hudl
BIO: Leinöl, Dotteröl, Hadnöl, Sojaöl, Kürbiskernöl, Ziehöl, Rotkorn (Dinkel)
Gablern 18, 9141 Eberndorf
T  +43(0)4236/2760

Fotos Bildergalerie | Erich Angermann | Kärntner Medienzentrum

Rückblicke

Flachsworkshop im April 2013 am Bildungszentrum Lesachtal

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Fotos | Layout | Andrea SIEBER

Hier gibt es den Schnittbogen für die Samentüte:

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… immer am Laufenden

… mit Wandzeitung, Blog, und Video.

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Einblicke in unsere Arbeiten geben wir mit der Wandzeitung in der Aula des Bildungszentrums …

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Herr Angermann vom Medienzentrum zeigte uns, wie man einen Blog gestalten kann.

Ohne Titel

Herr Guggenberger, unser Lehrer, und Herr Regenfelder – Videofachmann des Medienzentrums – halten alles Wichtige fotografisch und auf Film fest.

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Flachs

Steckbrief
Name: Flachs, gemeiner Lein, Saat-Lein
Blüte: meist blau, 2-3cm breit, kelchförmig
Größe: 20-100cm
Anbaugebiet: Europa, Südwestasien
Nutzung: Fasergewinnung
Verwendung: Bettwäsche, Tücher, Hemden, etc.
Eigenschaften: reißfest, saugfähig, scheuerfest

Selina Stemberger ,  12 Jahre, 2A