Klostergarten

Sommersaison 2016

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Im Klostergarten Maria Luggau wurde auch dieses Jahr wieder Flachs ausgesät. Es ist eine alte Lesachtaler Sorte, die wir im Rahmen des Landscape and You-th Projektes im Lesachtal noch ausfindig gemacht haben. Es gab nur noch eine Hand voll Saatgut. Durch den Anbau nun im mittlerweile vierten Jahr ist der Saatgutbestand schon wieder gut gewachsen. Auch konnte das Saatgut schon an viele Interessierte zur Aussaat in Hausgärten weitergegeben werden.

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In der Wachstumszeit schaut vor allem Sefile Winkler vom Maria Luggauer Mühlenverein nach dem Flachs im Klostergarten. Er wächst bisher sehr gut und die ersten Blüten öffnen sich momentan bis zur Mittagszeit.

Am Samstag, 07.08.2016 ist Mühlenfest in Maria Luggau, wo die Brechlstube auch angeheizt wird. Es darf wieder gebrechelt werden…

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Ansonsten gibt es dieses Jahr wieder -gegen Hinterlegung eines Pfandes-  im Bauernladen Tablets auszuleihen, auf denen das App „Dem Flachs auf der Spur“  aufgespielt ist. Die Smartphone Application beinhaltet einen 40 minütigen Rundweg vom Klostergarten bis zur Brechlstube. Am Eingang des Klostergartens läßt sich mittels QR-Code auch die App direkt auf das eigene Smartphone herunterladen. Wer  lieber eine persönliche Führung mag, kann  sich bei  Brigitte Lugger (Informationen im Bauernladen bzgl. Terminen ) anschließen.

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Die Flachs-App

Juhu, am Klostergarten Maria Luggau sind nun zwei Hinweisschilder auf den Rundgang „ Dem Flachs auf der Spur“.

Der QR-Code der App ist daraus runterladbar.

Wir freuen uns auf viele Downloads.

 

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Unser Flachsanbau

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So sieht unser Flachs momentan aus. Die Blüte war wunderschön und hat wieder sehr viele Menschen in den Klostergarten gelockt.
Die Ernte wird dieses Jahr Mitte Oktober stattfinden, wenn die Leinsamen ausgereift sind.

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Dem Flachs auf der Spur

Mit der alten Nutzpflanze Flachs befassten sich Lesachtaler und Hermagorer Schüler im Rahmen eines generationenübergreifenden Projektes.

Dem Flachs auf der Spur

Schüler beim Brecheln in der Brechelstube in Maria Luggau

Seit zwei Jahren erforschen die Schüler der 3. Klasse des Bildungszentrums Lesachtal und Schüler der HLW Hermagor aus dem Zweig „Kulturtouristik und Projektmanagement“ Gemeinsam mit dem Institut für Interventionsforschung der Universität Klagenfurt alles rund um das Thema Flachs.

„Das war irrsinnig interessant“, schwärmt Ferdinand Stadlober von der HLW, „weil das die letzte Möglichkeit ist, Wissen, das sonst verloren geht, zu sichern“. In mehreren Zeitzeugeninterviews von Maria Luggau bis Birnbaum wurde altes Wissen gesammelt und ausgearbeitet.

Aber auch lustige Anekdoten waren zu hören. So hat eine Zeitzeugin ihren Mann beim „Krageln“ kennengelernt. Wer diesen Ausdruck nicht kennt, hier eine kurze Erklärung. Das Flachsbrecheln war Frauenarbeit. Da es bei der Brechelstube immer sehr heiß war und die Frauen dadurch etwas leichter bekleidet waren, zog es neugierige Männer an. Diesen wurden dann mit dem Flachs der Hals wund gerieben.

Dem Flachs auf der Spur
Schüler mit der Zeitzeugin Veronika Windbichler

Vergangene Woche wurden in einem Zwischenbericht die ersten Resultate der Öffentlichkeit präsentiert. So entstand im Rahmen des Projektes in Zusammenarbeit mit dem Medienzentrum Kärnten der Zeichentrickfilm „Dem Flachs auf der Spur“. Darin wurde das Brauchtum das Jahr hindurch rund um die wertvolle Pflanze festgehalten.

Lisa-Maria Guggenberger und Ferdinand Stadlober haben als Maturaprojekt in Zusammenarbeit mit dem HTL Schüler Peter Waysocher eine Handy-App zum Lesachtaler Flachs erarbeitet. Schon im heurigen Sommer können sich Interessierte den Flachs-App herunterladen und sie werden in Maria Luggau durch den Klostergarten geführt, dann weiter in die Basilika, von dort zum Mühlenmuseum, dann zur wasserbetriebenen Seilbahn, zur Brechelstube und wieder zurück in den Bauernladen.

Die Schüler haben auch praktisch gearbeitet. So haben sie im Klostergarten Maria Luggau ein eigenes Flachsfeld betreut. Sie haben eingesät, gejätet und schließlich im Herbst den Flachs „gezogen“, ihn in Bündel gebunden und trocknen gelassen. „Das war aber noch nicht alles“, erzählt Andreas Oitzinger, „wir haben schließlich die Samen mit einer `Bloie` aus den Kapseln geschlagen und zum Pressen von Leinöl gereinigt“.

All die Tätigkeiten der Schüler wurden hier im Blog dokumentiert. „Langweilig wurde es uns bei dem Projekt nicht“, sagt Anna-Franziska Unterguggenberger, „unser erlangtes Wissen haben wir in einem Flachsrap präsentiert, wobei wir den Text und die Melodie mit unseren Lehrern erarbeitet haben“. „Die Arbeit der Schüler wurde auch von der österreichischen UNESCO-Kommission als Dekadenprojekt ausgezeichnet“, freut sich die Leiterin des Projektes „Dem Flachs auf der Spur“, Andrea Sieber von der Universität Klagenfurt.

Damit aber noch nicht genug. In einer einstündigen Sendung auf „Radio Agora“ erzählen die Schüler alles, was sie über den Flachs erfahren haben.

Info: „Dem Flachs auf der Spur“, in Radio Agora auf 105,5, am 24. Juni 2014,  von 18.02 – 19.00 Uhr.

 

Text / Fotos / Hans Guggenberger
Artikel erschien in: OBERKÄRNTNER VOLLTREFFER, 23.Juni 2014

Flachsaussaat im Klostergarten Maria Luggau

Flachsaaussaat 2014

Wir kennen uns nun ja schon prima aus mit der Flachsaussaat. Dieses Jahr ging es schon viel leichter. Zuerst haben wir das Feld von Beikraut entfernt, dann die Leinsaat in Schalen gefüllt und regelmäßig von Hand ausgestreut. Abschließend wurde die Saat eingerecht und das Schild mit Linum am Beetrand gefestigt. Es hat Spaß gemacht und zum Abschluß haben wir uns mit Kuchen und Getränken gestärkt.

Fotos | Andrea Sieber

Klostergartenführungen

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Ab heute gibt es jeden Donnerstag um 10.00 Uhr  bis Ende September 2014 Führungen im Klostergarten in Maria Luggau mit Simone Matouch.

Sie berichtet spannende Geschichten rund um den Klostergarten und knüpft  Verbindungen zu alten Kulturpflanzen wie dem Flachs.

Anmeldungen über den Tourismusverein Lesachtal

T  04716/24212

Flachsernte im Klostergarten

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Ohne Titel

„Har raufen“

Jetzt ist es endlich soweit: Unser Flachs ist erntereif. Brigitte und Leopold Lugger und Josefa Winkler zeigen der Klasse 3a und b wie der Flachs gezogen wird. Die Stängel werden händisch senkrecht herausgezogen, so dass die Wurzeln nicht abbrechen. Zu Büscheln bündeln wir anschließend das Har zum Trocknen.

Einige Touristen kommen vorbei und beobachten interessiert unser Tun und wir geben gerne Auskunft über den Flachsanbau.

Trocknung

Unser Har trocknet

Die lockeren Flachsbündel trocknen nun in der Herbstsonne und später wollen wir aus den Leinsamen Leinöl pressen und das Flachsstroh weiterverarbeiten. Wie sind gespannt, wie es weitergeht.

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Im Lesachtal entdeckt: Flachs im Hausgarten

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Links ein Flachsbrechl als Deko vor einer Hauswand. Rechts ein schwedisches Lied zur Flachsernte.
Und hier Text und Noten zum Mitspielen und -singen.
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Fotos | Andrea SIEBER