Monat: April 2014

Smartphone-Applikation ´Auf den Spuren des Flachs`

Facharbeit im Fach ´Kulturtouristik und Projektmanagement `
von Lisa Maria Guggenberger und Ferdinand Stadlober, HLW Hermagor, 5.Klasse

Als wir vor einiger Zeit von unserer Professorin Mag.a Gabriele Waysocher zu uns gekommen ist, um uns vom Flachsprojekt „Auf den Spuren des Flachs“ erzählte, konnten wir uns darunter nicht viel vorstellen.

Dass Leinenstoff aus Flachs hergestellt wird, hatten wir zwar im Hinterkopf, was dieser Themenkreis mit unserer Heimat dem Lesachtal zu tun hat, war uns aber noch nicht klar. Geschweige denn, dass diese Pflanze auch im Lesachtal angebaut wurde.

Nun, mehr als ein Jahr später, haben wir die fertige Fachbereichsarbeit im Fach „Kulturtouristik und Projektmanagement“ hier in Händen. Der Unterschied zu einer normalen Facharbeit liegt daran, dass wir hier durch die Erstellung einer Applikation einen Mehrwert für die Region, das Lesachtal, geschaffen haben. Auch, dass eine alte Flachssorte rekultiviert werden konnte,  ist nennenswert. Die App startet am Bauernladen Maria Luggau, führt in den Klostergarten (Flachsanbau) und dann von dort durch den Mühlenweg (Mühlenmuseum mit Leinölpresse) bis zur Brechlstube.  Informationen zur alten Kulturpflanze Flachs und dem Anbau und der Verarbeitung im Lesachtal werden witzig und fachkompetent gegeben. Zur Verdeutlichung sind Ausschnitte aus Zeitzeugeninterviews und der Trickfilm der Neuen Mittelschule Lesachtal zu den Bräuchen rund um den Flachs im Lesachtal eingespielt.

Die Erstellung der Applikation bewältigten wir mit Hilfe einiger Personen. Allen voran ein herzliches Vergelt´s Gott an unsere Projektbetreuerin Frau Mag.a  Waysocher, der wir viele Stunden Zeit und einiges an Nerven raubten. Ein weiterer großer Dank gilt Frau Dipl. Ing. Andrea Sieber MA MA, die als Projektkoordinatorin den Überblick über das Projekt behielt und uns während der gesamten Gestaltungszeit mit Rat und Tat zur Seite standen.

Für die zur Verfügung Stellung von Informationen danken wir Frau  Brigitte Lugger vom Kultur und Mühlenverein Maria Luggau, Frau Mag.a Simone Matouch von der Kräuterwerkstatt Lesachtal und Herrn Bgm. Franz Guggenberger. Ein besonderer Dank gilt auch Herrn Hans Guggenberger, der als Projektverantwortlicher im Bildungszentrum Lesachtal alle Beteiligten mit der richtigen Portion Motivation versorgte und auch immer ein offenes Ohr für uns hatte.

Wir stellen unsere  App  am Mittwoch, dem 11. Juni, 19:00 im Bildungszentrum Lesachtal im Ensembleraum allen Interessierten vor.  Der Flachs-(R) App der 3.Klassen des Bildungszentrum Lesachtals wird dabei ebenfalls aufgeführt.

App  etit bekommen? Dann hinkommen!

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Zwischenrückblicke – was gefällt mir besonders im Projekt?

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Am Anfang wußte ich nichts über Flachs, gar nichts. Und jetzt bin ich Profi. Ich weiß von den Bräuchen, vom Anbau, vom Leinen und, und ,und. Es ist sehr gut erzählt und gemacht. Von Hermagor sind die großen Schüler auch bei uns im Projekt dabei. Wir lernen gemeinsam. Aber die Maturanten unterrichten uns sogar auch und machen ihre Maturaarbeit zum Projekt. Es ist sehr nett und es gibt viel zu erfahren zum Thema und das Lesachtal, es ist nicht wie Schule sonst, es ist mit viel mehr Abwechslung.
Selina

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Das gemeinsame Erstellen des Flachs-Rap war toll. Es gab eine Rapmelodie und den Text zum Flachs. Da kommt alles zum Flachs vor.Wir haben drei Tage geprobt und dann den Rap in der Schule und bei der Eröffnung des Klostergartens für alle aufgeführt. Der Rap ist auch im internet zu hören und sehen.
Victoria

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Was mir besonders gefallen hat: der Ausflug nach Eberndorf zur Dämmstofffabrik, das Saatgut ausbringen, das Brecheln, das Krageln, die Interviews führen, das Jäten, das Flachs ziehen, das Flachs trocknen, das Samen ausschlagen, das Hacheln, der Internetblog, die Buttons machen. Wir haben viel selbst ausprobiert. Das gefällt mir. Viel Praktisches.
Andreas

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Das Krageln war besonders lustig. Weil mir mit dem grobgebrechelten Büscheln vom Flachs den Buben im Nacken gekrakelt haben. Das haben die Frauen früher getan, wenn die Buben sie heimlich belauscht haben an der Brechlstube. Das war interessant zu hören. Die Frauen haben dann gesagt, `Mi hobm oda Geld zahln`. Dann haben sich die Bubn entscheiden müssen: Entweder das Mädchen heiraten oder Geld bezahlen. Wir haben viele solche Geschichten erfahren bei der Brechlstube und bei den Interviews. Das ist spannend.
Anna-F.

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Es hat mir alles sehr gefallen bisher: die Pantomine, die interviews, das Brecheln, das Backen der Flachswickel, den Flachs-Rap, das Saatguttüten machen, die Wandzeitung, der Blog, das Anbauen vom Flachs. Sehr schön fand ich das Bauen der Leinwände. Zuerst haben wir einen Holzrahmen gebaut, dann mit unserem Leinen bespannt. Und dann grundiert. Nachher haben wir dann uns Motive zum Flachs ausgedacht und sie mit Leinölfarben darauf gezeichnet. Das Bild hängt jetzt in meinem Zimmer zuhause. Das war sehr schön.
Anna-M.

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Wir waren in Eberndorf. Dort war ein Flachsbauer, der alles verarbeitet vom Flachs. Der Bauer hat alle Flachsmaschinen selber gebaut: Eine Ölpresse und eine Maschine für Damm-Material aus Flachs. Wir durften Kostproben vom Leinöl nehmen.
Simon

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Wir haben den Flachs im Klostergarten in Maria Luggau ausgesaat und dann im September geerntet, in Bündeln gebunden und getrocknet. Nach einem Monat war der Flachs trocken. Und die Verarbeitung geht los. Jetzt wissen wir wie das alles geht und kennen uns aus.Das Leinölpressen fand ich auch sehr interessant. Und unseren eigenen Flachs-Rap machen. Die Interviews mit den alten Menschen führen. Fragen stellen zu können, war sehr spannend.
Johannes

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Mir hat sehr gut das Herstellen von Leinentaschen gefallen. Von Zuhause haben wir Leinenballen mitgebracht. Grobes und feines von den Großeltern. Und dann haben wir mit Leinölfarben Flachsblüten draufgemalt. Dann wurden sie genäht, gewaschen, gebügelt und getrocknet. Wir konnten sie mit nach Hause nehmen.Sie sind so schön geworden.
Nicole

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Am besten hat mir im Flachsprojekt das Brecheln vom Flachs gefallen. Aber vieles andere auch. Eigentlich alles. Beim Brecheln wurde die Brechlstube eingeheizt, wir Buben haben Holz nachgelegt. In der Brechlstube wurde es ganz warm. Dort hat es keine Fenster. Die Wände sind schwarz vor Russ. Wenn wir die Wände angegriffen haben, wurden wir auch schwarz. Das Flachs aus der Brechlstube haben wir draußen gebrechelt. Aber wir haben trotzdem sehr geschwitzt, weil es anstrendend war. Früher haben das nur Frauen gemacht das Brecheln. Den Flachs-Rap fand ich toll. Und das Flachs ziehen bei der Ernte und zusammen bündeln. Später durften wir Buben dann die Kapseln mit einem Ploil ausschlagen. Die Samen sind auf einer Folie gelandet. Wir haben sie dann mit einem Sieb gereinigt. Wir wissen jetzt wie das alles geht. Das ist spannend.
Gernot

 

 

Flachs on Air – Unsere Radiosendung

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Lena und Selina, Klasse 3a NMS
´Wir haben heute Beiträge für eine Radiosendung zum Flachsprojekt gestaltet. Das war sehr, sehr lustig. Aber auch schwierig und anstrengend. Das Schwierigste war vor dem Mikrofon flüssig über ein Thema zu sprechen. Trotzdem war es wieder ein super Tag zum Flachs.´

Victoria und Anna-Maria, Klasse 3a NMS
´Wir haben überlegt, was Leute interessiert zum Flachs. Wir durften dann einen Text sprechen, der aufgenommen wurde. Später wird es dann im Radio gesendet.Wir haben unseren Flachs-Rap erwähnt und das Krageln an der Brechelhütte.´

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Gernot, Simon, Johannes, Klasse 3a NMS
´Es war sehr schön, dass wir für die ganze Radiosendung auch die Musik selbst aussuchen dürfen. Davor haben wir die Texte für die Radiosendung über unser Projekt aufgenommen. Da haben wir viel gemacht. Was wir am wichtigsten finden, haben wir ausgesucht. Das wird dann eine Radiosendung, die dauert eine ganze Stunde bei Radio Agora.´

Mario und Andreas , Klasse 3a
´Eine Radiosendung komplett zu machen, ist schwer. Es hat uns aber gut gefallen. Wir sind gespannt, alles zusammen zu hören. Wir fahren nach Klagenfurt in das Tonstudio.´

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Anna-Franziska, Nicole, Klasse 3a
´Am besten gefiel uns, dass wir selber zu unserem Flachs-Projekt ausgesucht haben, was wir sagen wollen und das dann in das Mikrofon direkt im Interview gesagt haben. Wir waren schon aufgeregt beim Radioprojekt und freuen uns die Sendung dann zu hören.´

Der Ausstrahlungstermin der Radiosendung wir hier im Blog rechtzeitig bekanntgegeben.

Medienreferent Schülerradio: Hans Jörg Unterkofler, Kärntner Medienzentrum
Fotos: Andrea Sieber